Geier in den österreichischen Alpen
Fluch oder Segen?
Hans Jost berichtete im Gailtaljournal über unseren traditionellen hebstlichen Jägerabend: „Zahlreiche Jäger und Jagdinteressierte trafen sich am Donnerstag-Abend, 24. September 2026, im Schloss Möderndorf, um sich umfassend über die interessante Greifvogel-Art der Geier zu informieren. Bezirksjägermeister Raphael Gressel wies bereits im Rahmen seiner Begrüßung auf den hohen Stellenwert der „fliegenden Aasfresser“ in unserer Region hin.“

Foto Hans Jost

Geier sind durch den Rückgang der Weidewirtschaft sowie durch menschliche Verfolgung in den letzten 100 Jahren aus Mitteleuropa fast verschwunden. Die letzte österreichische Bartgeierbrut erfolgte um 1880 im Wolayatal. Dank verschiedener Schutzprojekte erleben wir aktuell eine Rückkehr aller 4 europäischen Geierarten in die Alpen.
Als Vortragenden zu diesem umfassenden Thema ist es gelungen, den bekannten Wildbiologen Mag. Michael Knollseisen zu gewinnen. Der gebürtige Südtiroler aus Brixen studierte an der Boku Wien Wildbiologie und war 20 Jahre lang für das Bartgeier-Wiederansiedelungsprojekt im Nationalpark Hohe Tauern zuständig.

Geier haben immer noch einen schlechten Ruf, da sie stets dann beobachtet werden können, wenn es zu einem Todesfall auf unseren Almen gekommen ist. Speziell in Gegenden, wo man zuvor viele Jahre keine Geier beobachten konnte, entstehen dadurch leider wieder Gerüchte, die Geier hätten mit dem Tod von Weidetieren zu tun.Geier haben eine Flügelspannweite von fast 3 Metern und können hunderte Kilometer pro Tag zurücklegen. Allerdings sind Geier generell ein sehr wertvolles Mosaiksteinchen im Puzzle einer optimal funktionierenden Wildtier-Szenerie.

Mehr Bilder und Infos: https://gailtal-journal.at/leute/geier-in-den-oesterreichischen-alpen-fluch-oder-segen/


