Meister der gelben Erde
Vernissage Chinesische Bauernmalerei aus der Sammlung Gerd Kaminski / Österr. Gesellschaft für Chinaforschung am 3. September um 18.00 Uhr

Vor 55 Jahren, im Jahr 1971 hat die Republik Österreich diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufgenommen. Anlässlich des Chinajahres 2026 präsentieren wir Kunstwerke aus den ländlichen Regionen des Reiches der Mitte. Malerei, Stickkunst und Objekte, die in Kärnten noch nie zu sehen waren.

Die heutige chinesische Bauernmalerei wurzelt in der traditionellen chinesischen Volkskunst. Der Reichtum der Volkskultur bietet ihr wie ein Kaleidoskop folgende Facetten: Wand- und Tempelmalerei, Bilder für Haus und Küche, Scherenschnitt und Schattenspiel, Neujahrsholzschnitte, Stickerei, Tonfiguren sowie Glücksbringer aus Stoff. Besonders prägend für die chinesische Bauernmalerei sind die sogenannten Neujahrsbilder. Zum chinesischen Mondneujahr verwandelt sich das ganze ländliche China in eine einzige Galerie. Ein weiterer Quell der Bauernmalerei mit dem jeder Bauer täglich konfrontiert ist, sind die chinesischen Stickereien. Die Symbole der Stickkunst kehren in der Bauermalerei wieder. Wechselwirkungen ergeben sich auch zu den im Dorf hergestellten Tonfiguren und der bäuerlichen Keramik.

Zur feierlichen Eröffnung erwarten wir eine Delegation der Chinesischen Botschaft aus Wien. Musikalisch umrahmt wird er Abend von Jing Gatke am Violoncello.

Jing Gatke war über zehn Jahre Solocellistin des 1. Österreichischen Frauenkammerorchesters. 1994 unternahm das Orchester auf Einladung der Chinesischen Regierung und der Internationalen Frauenkonferenz der Vereinten Nationen seine erste Tournee in China. Sie hat an den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, den Weimarer Festspielen, den Blois Festspielen und Festivals in Italien, Tschechien und Ungarn teilgenommen.
Die Ausstellung ist bis Ende Oktober zu sehen.



