Deutsch Slowenisch Windisch 

Do. 20. August 2026, 18.00 Uhr

Priv.-Doz. Mag. DDr. Peter Wiesflecker: Historische Anmerkungen zum Spannungsverhältnis von Sprache, Politik und (regionaler) Identität am Beispiel des Gailtals

Das Titelblatt der slowenischen Bibelübersetzung von Juri Dalmatin, in der slowenisch und windisch synonym verwendet werden. Foto Public Domain

Allein schon der Begriff „Windisch“ wurde im Laufe der Jahrhunderte höchst unterschiedlich verwendet. Dies ist bis heute so geblieben. Soziale und nationale Differenzierung bestimmten die Sprache und den Sprachgebrauch, sei es durch sozialen Aufstieg und den Wechsel von Sprache, oder auch durch den politischen Rahmen bis hin zur Marginalisierung einer Sprache, so des Slowenischen in der NS-Zeit. Kennzeichnend für das Untere Gailtal ist jedoch im Besonderen, dass Sprache und nationale Identität nicht deckungsgleich sein müssen, sondern regionale Identität durch zahlreiche Faktoren und Facetten bestimmt sind.

Matija Majar-Ziljski (1809–1892), Pfarrer von Göriach im Gailtal, Literat, Volkskundler und Slawist. Foto Public Domain
Peter Wiesflecker ist Historiker und Archivar am Steiermärkischen Landesarchiv in Graz, wo er die Sondersammlungen leitet, und Lehrbeauftragter an den Universitäten Graz, Wien und Klagenfurt